selbstgemachtes Chili-Salz

Ein Experiment! Ob es was geworden ist, kann ich nicht sagen, denn ich rühre das Teufelszeug nicht mehr an!

So harmlos lagen die Chilis auf meinem Teller… frisch aus dem Garten und zum Glück die einzigen, die gewachsen sind. Bevor ich den roten Dingern zu Leibe rückte, habe ich mich in diversen Foren schlau gelesen. Überall stand: Vorsicht bei der Verarbeitung!

 

Also vorsichtig die Schoten halbiert, Samen entfernt ( auch trocknen lassen um weiter Teufelsdinger zu züchten… *hysterisch lach*).

 

Soweit, so gut! Die Schoten werden so klein wie möglich geschnitten, auf ein Backblech gegeben und bei 50 °C gute zwei Stunden getrocknet. Ich war also fertig! Wusch meine Hände, das Tablett, Messer… und warum stand jetzt überall WARNUNG! Ist doch alles gut gegangen….

 

Nach 2 Stunden holte ich die Krümel aus dem Ofen (roch sehr gut) und füllte sie in eine Tasse. Mit einem Stößel ging ich ans Werk: Pulver machen! Ich wollte es richtig gut machen, legte mich mächtig ins Zeug und erkannte zu spät, was Puderchili anrichten kann. Es staubt, und zwar auf die brutale Art und Weise. Ich bekam die Wolke in die Augen, die Nase und den Mund… Schnappatmung war angesagt und eine komplette Kopfwäsche unter dem Wasserhahn. 10 Minuten lag ich völlig ausgeknockt auf dem Sofa und musste erst mal wieder zu mir finden.

Also schreibe auch ich: VORSICHT bei der Verarbeitung von Chili.

Nachdem mein Anfall vorbei war, habe ich das Glas mit Salz gefüllt und das Pulver aus der Unterwelt hineingegeben. Deckel drauf, Ruhe im Glas.

 

„Du quälst mich nicht mehr!“ habe ich gedacht, als ich das Glas in den Schrank stellte. Aber zu früh gefreut… den ganzen Tag, brannte mir immer mal wieder das Gesicht und der Mund, weil ich wohl Pulver unter den Fingernägeln hatte oder in den Hautritzen oder es schwebte á la Pig Pen von den Peanuts um mich herum.

Chili hat eindeutig der Teufel erfunden!

Feurige Grüße

Steph

5 Gedanken zu „selbstgemachtes Chili-Salz

  1. Ich erinnere mich gut an meinen ersten Freund, der das Zeug sehr geliebt hat… am liebsten ungetrocknet, klein geschnippelt aufs Butterbrot, allerdings hätte er sich nach dem Herrichten gründlich die Hände waschen sollten … BEVOR er zur Toilette ging: DEN Schrei werde ich bis an mein Lebensende nicht vergessen! 😀

  2. Pingback: für Schokomonster | meinzigartig

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